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Firmenich: Kampf um Kandidatenliste zur Betriebsratswahl

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Was ist das Betriebsverfassungsgesetz noch Wert? Wer schützt Betriebsräte vor Personalchefs wie Britta Maria Janssen?

Solidarität mit dem Betriebsrat bei Firmenich! Der nächste Gerichtstermin findet vor dem Arbeitsgreicht Köln (Pohligstraße 9, 50969 Köln) am 22. September 2015 um 11.00 Uhr in Saal 102 statt. (Aktenzeichen ArbG Köln 14 BV 84/15). Wer Union Buster Peter Wallisch mal live erleben will, hat hier die Gelegenheit. (Foto GNU-Lizenz, CC Tubifex)

Update zum Betriebsrats-Bashing beim Parfümhersteller
Der milliardenschwere Schweizer Konzern Firmenich stellt künstliche und kunstvolle Gerüche her. Damit wird vom roten Haribo-Gummibärchen bis zum Lidl-Waschmittel aus den Dalli-Werken alles versetzt, was schon beim Öffnen der Verpackung Aromen und Parfüme frei setzen soll. Während auf der Website der Firma für „Happyness and Well-Being“ durch olfaktorische Beeinflussung beworben wird, geht die Geschäftsleitung hinter den Kulissen mit härtesten Bandagen gegen Betriebsratsmitglieder vor. Die Personalchefin Britta Maria Janssen aus Erkelenz ( „Firmenich: der faule Duft des Union Busting“) hat sich nach Stand unserer derzeitigen Recherchen der Be- und Verhinderung von Betriebsratsarbeit gemäß §119 BetrVG schuldig gemacht. [1]
Im Fokus des aggressiven Vorgehens von Britta Maria Janssen und (Un-)Rechtsanwalt Peter Wallisch stand zunächst der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Nikola P.  Mit Wellen konstruierter Abmahnungen und einem Zustimmungsverfahren zu seiner Kündigung sollte offenbar ein Exempel statuiert werden. Sie erreichten, dass die Belegschaft nach allen Regeln der Kunst aufgehetzt und gespalten, die Atmosphäre vergiftet wurde.
Der amtierende Betriebsrat geriet in die Krise, weil ein Mitglied das Handtuch warf und kein Ersatzmitglied mehr zur Verfügung stand,  – ein Grund war nach glaubhaften Darstellungen aus dem Betrieb auch, dass eine Stellvertreterin mit befristeten Verträgen durch Nicht-Verlängerung kalt entsorgt worden sein soll. Dadurch brach der Betriebsrat zusammen und Neuwahlen stehen ins Haus. (Andere Stimmen aus der Firma bestreiten diese Darstellung, allerdings ohne weitere Fakten zu nennen. Siehe Kommentare)

Kik setzt Schreiner + Partner auf Betriebsrat an

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Vergeltungsmaßnahmen nach ver.di-Streik: Betriebsratsmitglied mit Abmahnungen und Kündigung überzogen | Betriebsratsfresser Schreiner seit Jahren für Kik aktiv


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Als ob der Textil-Discounter Kik nicht schon genug Probleme hätte… Schlechter kann ein Firmen-Image eigentlich kaum werden, als das der deutschen Billig-Klamotten-Marke. Sollte man meinen. Jetzt wurde bekannt, dass die berüchtigte Union-Busting-Kanzlei Schreiner + Partner schon seit Jahren am Kik-Zentrallager bei Unna aktiv ist. Der Hardcore-Arbeitsrechtler Dirk Schreiner soll ganz offensichtlich dafür sorgen, Gewerkschaften und Betriebsräte klein zu halten, Tarifverträge zu verhindern und einzelne Meinungsführer zu zermürben.
Die aktion./.arbeitsunrecht e.V. erklärt sich solidarisch mit dem Gewerkschfter Andreas P. und ruft zu Protesten gegen Schreiner + Partner und deren Methoden auf. Eine gute Gelegenheit  bieten zwei anstehende Prozesse im oben genannten Fall – auch um den vergleichsweise öffentlichkeitsscheuen Dirk Schreiner einmal persönlich zu erleben.
Arbeitsgericht Dortmund, Ruhrallee 1-3, 44139 Dortmund

  • 9. Juni 2015, 11 Uhr, Saal 133
  • 22. Juni 2015, 13 Uhr, Saal 135

Firmenich: Der faule Duft des Union Busting

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Zweitgrößter Parfüm-Hersteller der Welt will Betriebsratsmitglied mit schmutzigen Methoden los werden | RA Peter Wallisch angeheuert

Parfümieren sinnlos wenn Betriebsratsarbeit unmöglich gemacht und bekannte Union Buster engagiert werden stinkt der Fisch vom Kopf her (Bild: Drüsensekret Stinktier (CC von Andreas Trepte via Wikimedia Commons)
Sieht in seiner chemischen Formel harmlos aus, mieft aber höllisch: Das Drüsensekret eines Stinktiers.  (Lizenz: CC, Grafik: Andreas Trepte, Quelle: Wikimedia Commons)

Spätestens seit der letzten Betriebsratswahl im April 2014 sieht sich das Betriebsratsmitglied Nikola P. beim Duft-Hersteller Firmenich unter massivem Beschuss. Derzeit laufen beim Kölner Arbeitsgericht ein Einigungsstelleneinsetzungsverfahren (zwei weitere gelten als erledigt), zwei Klagen und ein Verfahren zur Zustimmungsersetzung zur Kündigung von Nikola P.
Firmenich, ein Schweizer Konzern mit Sitz in Genf, beschäftigt laut eigenen Angaben in über 60 Ländern rund 6000 Angestellte. Laut Wikipedia hielt Firmenich 2010 13% des Weltmarktes an Geruchs- und Geschmackstoffen. Die Firma, die in Familienbesitz ist, erwirtschaftete im selben Jahr 2,873 Milliarden Schweizer Franken Umsatz. Einziger Standort in Deutschland ist Kerpen bei Köln. Hier arbeiten rund 100 Mitarbeiter, deren Interessen von fünf Betriebsratsmitgliedern vertreten werden sollen. Das wird jedoch mit Hilfe des Arbeitsrechts-Hardliners Anwalts Peter Wallisch zum Höllentrip. Er übernahm offenbar als Mann fürs Grobe das Mandat von CMS Hasche Sigle.

Wallisch lässt grüßen: Bossing mit Methode

Bereits im Dezember 2013 erhielt Nikola P. die erste von vier Abmahnungen, obwohl er für das Jahr gleichzeitig eine 100%ige Erfolgs-Prämie ausgeschüttet bekam. So schlecht kann seine Arbeit eigentlich nicht gewesen sein, sollte man meinen. Bei diesem Vorgehen handelt es sich vermutlich um das präventive Sammeln von Abmahnungen, das nach dem Fall „Emmely“ zum Standard wurde. (siehe: Von einer Berliner Kassiererin zu den Netzwerken der Fertigmacher).

Wir trauern um Emmely, die Kämpferin

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Die Berliner Kassiererin Barbara Emme verstarb am 23. März 2015

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Emmely wird in unseren Herzen bleiben. (Bildquelle: nrhz.de, Uwe Pohlitz, Erfurt)

Sie nannte sich Emmely. Ein Kampfname und Tarnname, unter dem sie gegen ihren Arbeitgeber Kaiser’s Tengelmann und die deutsche Arbeitsgerichtsbarkeit zu Felde zog. Mit ihrem Anwalt Benno Hopmann und MitstreiterInnen ihres Berliner Solidaritätskomitees konnte sie das Bundesarbeitsgericht dazu zu bringen, eine Unrechtspraxis zu widerrufen, die seit 1958 Bestand hatte: Die Verdachtskündigung gegen Beschäftigte aufgrund von Bagatellen.
Im Kampf für Gerechtigkeit wurde Emmely in den Jahren von 2007 bis 2010 zu einer Gallionsfigur der einfachen Arbeiter_innen und Angestellten in Deutschland, die am Arbeitsplatz entrechtet und schikaniert werden.
Heute erreichte uns die Nachricht, dass sie nicht mehr lebt. Das Portal Labournet.de schrieb: „Unsere Mitkämpferin und Freundin Emmely ist vorgestern gestorben – ihr großes Herz hat versagt.“

aktion ./. arbeitsunrecht

Logo Solidarisch gegen Arbeitsunrecht Dieser Blog dokumentiert die systematische Bekämpfung von Beschäftigten, Betriebsräten und gewerkschaftlicher Organisierung in Deutschland. Wir wollen durch Aufklärung und Analyse einen Beitrag zur Gegenwehr leisten. Mehr über uns >> hier

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Was ist Union Busting?

Die professionelle Bekämpfung von Betriebsräten und Gewerkschaften.
Unser Kollege Torben Ackermann erläutert das Phänomen im Radio-Interview. Elmar Wigand beleuchtet die Szene der Union-Busting-Anwälte und ihre schmutzigen Methoden in einem Einführungstext.

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türkçe: Union Busting nedir? İngilizce kökenli ama Almanca'ya da yerleşen bir kavram. Aktif sendika ve BR üyelerine yönelik işveren terörü anlamına geliyor.

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